5 Wege um die Trendrichtung korrekt zu ermitteln

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5 Wege um die Trendrichtung korrekt zu ermitteln

Das Handeln mit dem Trend bedeutet, dass man mit dem „Flow“ geht was meist zu einfacheren Trades und besseren Preisbewegungen führt. Amateurtrader hingegen suchen nach langen Trendphasen ständig nach Möglichkeiten, in die entgegengesetzte Richtung einzusteigen, denn sie glauben nicht, dass ein Trend lange anhalten kann oder sie haben den eigentlichen Trendeinstieg verpasst und hoffen dann auf eine neue Chance.

Im Englischen nennen wir dies „bottom / top picking“ und es bedeutet so viel wie, dass die Trader versuchen, einen Markthochpunkt oder Markttiefpunkt hervorzusagen, bevor dieser entsteht. Dies führt natürlich dazu, dass viele Trader während eines Aufwärtstrends zu früh verkaufen oder während eines Abwärtstrends gegen die Richtung kaufen. Solch ein Vorgehen führt unweigerlich zur Anhäufung großer Verluste und sollte dringenst vermieden werden. Man sollte stets nur mit dem Trend gehen.

In diesem Artikel werde ich 5 Methoden vorstellen wie man die Trendrichtung richtig bestimmt. Dieses Wissen ist nicht nur für Trendfolgetrader wichtig, sondern auch Trendumkehrtrader, Ausbruchstrader oder Trader, die Seitwärtsmärkte handeln, können damit ihre Analysefähigkeiten verbessern.

 

Einführung: Die 3 Marktphasen

Bevor wir mit den Tipps für die Trendrichtungsbestimmung starten, sollten wir darüber im Klaren sein, wonach wir suchen.

Es ist wichtig sich zu verinnerlichen, dass der Preis auf unserem Preischart stets nur eins von drei Dingen machen kann: Er kann steigen (Rally), er kann fallen (sell-off) und der Preis kann sich seitwärts bewegen (range). Obwohl dies zwar eine sehr vereinfachte Darstellung ist, ist diese trotzdem zutreffend und bildet das Fundament für die weitergehende Analyse.

Die Chartanalyse verdeutlicht dies sehr gut und wir sehen, wie der Preis abwechselnd diese drei Phasen durchläuft. Jedoch ist verstehen, was passiert ist, nachdem es passiert ist, keine Kunst und das schwierige ist, den Preis im Moment richtig zu interpretieren und dann korrekt zu schlussfolgern, wohin der Weg geht.

 

 

 

1. Die simple Lösung: der Liniengraph

Die meisten Trader vernachlässigen diese Möglichkeit der Preisanalyse komplett und verlassen niemals ihre Kerzen- oder Barcharts. Der Liniengraph ist jedoch ein sehr nützliches Werkzeug da er sämtliche Störgeräusche herausfiltert.

Der Zweck von Kerzencharts ist es, mehr Information bereitzustellen. Wenn es aber lediglich um die Bestimmung der Trendrichtung und um das Identifizieren von Chartmustern geht, ist der Liniengraph unschlagbar.

Besonders in meiner Wochenendanalyse und auf den höheren Timeframes wechsl ich gerne zu einem Liniengraph. Oft sehen hier die Dinge viel klarer aus und ich kann Muster beobachten, die ich sonst vor lauter Kerzen übersehen hätte.

 

2. Hoch- und Tiefpunkte

Dies ist meine mit Abstand liebste Art, den Preis zu analysieren. Wie sich die Hoch- und Tiefpunkte auf unseren Preischarts abzeichnen, kann uns sehr viel über den Trend und die aktuelle Marktstimmung verraten. Die Dow Theorie besagt, dass ein Aufwärtstrend durch steigende Hoch- und Tiefpunkte (hier durch die blauen Linien dargestellt) gekennzeichnet ist. Die Käufer sind hier in der Überzahl und können den Preis stets weiter nach oben treiben. Wird solch eine Sequenz dann durchbrochen (hier mit einem X markiert) und schafft es der Preis nicht mehr neue Hochpunkte zu setzen, dann kann dies ein Warnsignal sein.

Zudem sehen wir an der Spitze bereits, dass die Hochpunkte es nun nicht mehr geschafft haben nach oben zu steigen, was die darauf folgende Trendumkehr nach unten frühzeitig angekündigt hat.

 

3. Gleitende Durchschnitte

Gleitende Durchschnitte (GD) sind wahrscheinlich das meistbenutzte Tradingwerkzeug und eignen sich auch hervorragend, um die Trendrichtung zu bestimmen.

Die Periodenanzahl, die man für den GD verwendet, bestimmt wie schnell – oder langsam – das Signal angezeigt wird. Ich bevorzuge den 20-Perioden GD und dieser ist ein guter Kompromiss zwischen einem zu schnellen GD und den langsamen GD.

Im Screenshot unten habe ich einen 50-Perioden GD verwendet und man kann hier sehen wie der GD die Trendbewegungen gut beschreibt:

  • Während einem Aufwärtstrends ist der Preis über dem GD
  • Wenn der Preis fällt, verläuft der Preis unterhalb des GD
  • In einem Seitwärtsmarkt ist der GD flach und Preis respektiert diesen nicht

Viele Trader verwenden GD als Filter und traden nur in die Richtung, die ihnen dieser angibt: Es werden ausschliesslich Krauftrades abgesetzt so lange der Preis oberhalb des GD ist und umgekehrt.

 

4. Die Trendlinien

Trendlinien sind ein überaus genaues und wertvolles Tradingwerkzeug und mithilfe von Trendlinien kann man Trends sehr gut beschreiben. Ich benutze Trendlinien jedoch dazu, Strukturbrüche in etablierten Trends zu finden, und wenn ich eine aktive Trendlinie mit mehr als zwei Berührungspunkten gefunden habe, warte ich auf den Preisdurchburch (hier mit einem X markiert). Diese Signale können sehr profitable Handelseinstiege andeuten und viele neue Trends beginnen mit solch einem Tredlinienbruch.

Die Abbildung zeigt ebenfalls, dass der Bruch einer Trendliniemeist auch mit einem Bruch eines vorherigen Hoch- oder Tiefpunkt einhergeht. Wir können die kennegelernten Konzepte also bereits jetzt effektiv kombinieren.

 

5. Der ADX Indikator

Der ADX Indikator ist ein Trendstärkeindikator und wir können diesen auch benutzen, um die Richtung des Trends zu bestimmen. Hierfür aktivieren wir die DI+ (grün) und DI- (rot) Linien im ADX Indikator – ich habe dies im unteren Screenshot getan.

Die Regel hier ist simpel: Wenn die grüne oberhalb der roten Linie ist, dann ist der Preis in einem Aufwärtstrend und wenn die rote Linie die grüne überragt, dann befindet sich der Preis in einem Abwärtstrend. Wenn die beiden Linien in der Mitte des Indikator-Fensters sind, dann befindet sich der Preis in einer Seitwärtsphase.

Der ADX lässt sich auch gut mit gleitenden Durchschnitten kombinieren. Unten können wir sehen, dass wenn der Preis den GD in eine neue Richtung durchbricht, dies auch oft mit einem ADX-Signal einhergeht. Ein Trader könnte dann so lange in seinen Trendfolge-Trades verbleiben bis sich die ADX-Linien annähern oder der Preis den GD durchbricht.

 

Keep it simple

Jeder Indikator und jedes Handelswerkeug hat seine Vor- und Nachteile und auch unterschiedliche Einsatzgebiete. Welcher Ansatzypunkt gewählt wird, ist nicht ausschlaggebened und keine Analyseart ist besser als die andere. Es ist nur wichtig, dass der Trader einen Strategie wählt, die auch für ihn Sinn ergbibt.

Zudem sollte jede Tradeanalyse auf einer Trendrichtungsanalyse aufbauen und bevor man einen Trade eingeht, sollte man kurz überprüfen ob diese mit oder in die entgegengesetzte Trendrichtung verläuft.

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