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8 Tipps um dem Vollzeit-Trading trotz Job näher zu kommen

Wenn man einem normalen Job nachgeht und dann in seiner Freizeit versucht, ein profitabler Trader zu werden, stößt man schnell an seine Grenzen. Einen Job, die eigene Freizeit, Sport, Hobbies, Freunde und das Familienleben mit qualitativ hochwertiger Tradingzeit zu kombinieren, bedarf einem genauen Plan und ein strukturiertes Vorgehen.

In diesem Artikel habe ich die acht wichtigsten Punkte und Tipps zusammengefasst, welche mir während den letzten 11 Jahren Tradings geholfen haben mich stets zu verbessern.

 

1. Den eigenen Tradingstil finden

Zunächst ist es wichtig zu verstehen, dass die Art des gewählten Tradingstils bestimmt wie viel Zeit man für sein Trading aufbringen muss und wie das Trading in den Alltag integriert werden kann.

Als Daytrader muss man mehrere Stunden pro Tag aktiv vor dem Rechner sitzen und den Preisbewegungen auf den tieferen Timeframes ständig folgen.

Als Swingtrader auf den höheren Timeframes ist der tägliche Arbeitsaufwand normalerweise überschaubar und die meisten Trader reservieren 1-2 Stunden am Morgen und 1-2 am Abend für ihr Trading.

Dies heißt nicht, dass das Daytrading schlechter ist und es ist möglich abends, nach Feierabend, 3 – 4 Stunden aktiv einen Markt zu handeln und auch so genügend Tradingmöglichkeiten zu bekommen.

Hier kommt es lediglich darauf an, dass ein Trader die Unterschiede versteht und dann den Stil wählt, der zu einem persönlich und dem eigenen Lebensstil passt.

 

Daytrading

Swingtrading

Timeframes Meist 30 min und tiefer 4H, Daily und Weekly
Aktiv vs passiv Man benötigst mehr aktive Tradingzeit Weniger aktives Trading und mehr Planung involviert
Zeitaufwand 3 – 4 Stunden am Abend ist oft ausreichend 1-2 Stunden am Morgen + 1-2 Stunden am Abend
Pro Mehr „Action“ und weniger Stillstand Weniger aktive Zeit benötigt
Cons Konzentration und emotionale Stabilität müssen hoch sein Viel Geduld wird benötigt

 

 

 

2. Reite nicht die Lernkurve

Die Lernkurve beschriebt den typischen Lebenszyklus eines Traders: man wählt ein Handelssystem, lernt viel darüber und macht Fortschritte. Beim ersten Verlust ändert man dann jedoch zu schnell das System und fängt wieder bei 0 an da der ganze Lernfortschritt zu Nichte gemacht wird und man alles neu erlenen muss. Dies wiederholen die meisten Trader so oft, bis man entweder aufgibt, oder das Trading endlich ernst nimmt und sich einer einzigen Handelsmethode verschreibt.

Es ist wichtig zu verstehen, dass kein Handelssystem einfach so von Anfang an funktionieren wird. Darauf zu hoffen, über ein profitables System zu stolpern, ist Wahnsinn. Ich sehe solche Trader sehr oft und selbst nach Jahren haben sie keine genaue Ahnung was sie da eigentlich tun.

Mein Trading hat sich erst verbessert, als ich mich wirklich ausschließlich einer einzigen Handelsstrategie verschrieben habe. Natürlich waren meine Ergebnisse am Anfang nicht das was ich mir erträumt hatte, aber über die Monate und Jahre hinweg ging es stetig bergauf. Es ist erstaunlich, was man über einen langen Zeitraum erreichen kann, wenn man auch nur ganz kleine Fortschritte macht. Hier eines meiner Lieblingszitate in dem Kontext:

Trader überschätzen, was die in kurzer Zeit erreichen können und unterschätzen, was sie langfristig erreichen könnten.

Deshalb mein Tipp hier: Höre auf, zu suchen. Wähle eine Handelsstrategie und für die nächsten 12 – 18 Monate konzentriere Dich voll und ganz darauf. Schaue nicht auf die Ergebnisse, sondern stecke Deine gesamte Energie in die Entwicklung und versuche die Strategie stetig zu verbessern (mehr dazu bei Punkt 4).

 

3. Der wichtigste Tag für einen Teilzeit-Trader ist…

… der Sonntag. Besonders als Swingtrader ist dieser Tag für mich sehr wichtig, denn wenn die Märkte geschlossen sind, kann ich meine Vorbereitung in Ruhe durchführen und meine Tradingpläne schreiben. Mit einer guten Wochenendanalyse kann ich den Arbeitsaufwand unter der Woche drastisch verringern und ich benötig pro Wochentag maximal 2 Stunden für mein Trading, da ich meist auf den 4H und Daily Timeframes unterwegs bin und sich hier die Signale sehr langsam entfalten.

Besonders als Teilzeit-trader ist dies ein sehr wichtiger Punkt und wenn man sich ein paar Stunden Zeit am Wochenende nimmt, kann man viel Zeit während der Woche sparen und auch die Qualität des Tradings verbessern.

Ein Beispiel eines Tradingplans, mit dessen Hilfe man seine Trades im Voraus plant.

 

4. Aktive Performanceverbesserung leichtgemacht

Besonders zu Beginn sollte man sich nicht auf die Ergbenisse versteifen und stattdessen an der eigenen Entwicklung als Trader und der Entwicklung seiner Tradingstrategie arbeiten.

Die Frage, die in diesem Kontext dann natürlich immer aufkommt ist: worauf soll ich mich denn sonst konzentrieren, wenn die Ergebnisse nicht wichtig sind?

Hier sind meine 2 Tipps für Dich:

 

#1 Identifiziere das größte Problem

Jedes Mal, wenn ich mit unseren Studenten spreche, wird sehr schnell klar, dass diese der Großteil aller Probleme in der ständigen Wiederholung von nur 1 bis 2 Fehlern zu finden ist. Es ist sehr selten, dass ein Trader komplett alles falschmacht. Deshalb ist die Verbessrung auch oft gar nicht so schwer. Man muss lediglich das Problem identifizieren, was für den Hauptteil der Verluste verantwortlich ist und dem dann aktiv entgegensteuern.

Oft reicht es schon aus, wenn ein Trader sich seiner Fehler bewusst wird und dann eine Gedächtnisstütze einbaut (Post-It Notizen oder Erinnerungen helfen hier oft). Das nächste Mal, wenn ein Trader nun wieder den gleichen Fehler machen will, erinnert er sich daran und kann so aktiv entgegenlenken. Natürlich kann man seine Verhaltensmuster nicht einfach so über Nacht ändern, aber mit der Zeit kann man sich so effektiv umprogrammieren.

 

#2 Prozessorientiertes Denken

Prozessorientiertes Denken bedeutet, dass man sich vom Ergebnis löst und die Trades nur danach beurteilst, wie man diese ausgeführt hat.

Nicht jeder Verlusttrade ist schlecht und nicht jeder Gewinn ist auch wirklich gut.

Man sollte versuchen die Herangehensweise, also ob  man seine Regeln befolgt und den Tradingplan einhält, zu bewerten, anstatt nur auf den Gewinn oder Verlust zu schauen. Dies wird dabei helfen das Trading in einem ganz anderen Licht zu beurteilen und mit der Zeit wird dieses Vorgehen dem Trader ermöglichen Probleme zu überkommen und sich weiterzuentwickeln.

 

5. Die Prioritäten müssen klar sein

Ich habe eine sehr interessante Studie gelesen, die besagt, dass der durchschnittliche US Bürger 7:45 Stunden pro Tag auf der Arbeit verbringt, 2:09 Stunden pro Tag TV schaut und nur 25 Minuten pro Tag in die eigene Weiterbildung investiert. Zeitgleich ist die durchschnittliche Schlafdauer 8:48 Stunden und überschreitet somit die empfohlene Zeit von 8:00 Stunden deutlich.

Viele Trader sind eigentlich gar nicht wirklich am Trading an sich interessiert und es geht ihnen nur ums schnelle Geld. Dies spiegelt sich dann auch in Herangehensweise wieder und das Trading wird unfokussiert und ungeplant als Hobby abgefertigt, anstatt sich wirklich intensiv damit zu befassen.

Es ist wichtig zu hinterfragen ob es dem Trader wirklich wert ist 1 bis 2 Stunden weniger zu schlafen, auf Social Media und auf das Fernsehen zu verzichten und diese eingesparten 3 oder 4 Stunden am Tag in das Trading zu investieren?

Dieser Punkt sollte nicht als Kritik oder Angriff gewertet werden, aber viele Trader sind sich ihrer Prioritäten nicht bewusst. Das Trading halbherzig anzugehen wird zu keinen positiven Ergebnissen führen und Frustration und der Verlust von Geld sind dann meist die (vermeidbaren) Konsequenzen.

 

6. Man sollte nicht rennen bevor man gehen kann

Viele neue Trader fragen mich oft, wie viel Geld sie denn als Trader machen können und wie schnell man sein Tradingkonto verdoppeln oder verdreifachen kann. Ich sehe ein, dass das natürlich interessante Fragen sind, aber leider gibt es hierzu keine allgemeingültigen Antworten. Im Gegenteil, solche Fragen zu stellen ist sehr gefährlich und hier sind die Gründe:

  • Gerade am Anfang sollte der Hauptfokus nicht auf dem Geld liegen, sondern man muss an sich selbst und an den eigenen Fähigkeiten als Trader arbeiten.
  • Ertrag und Risiko gehen stets Hand in Hand. Der absolute Ertrag ist erstmal zweitrangig und dies lässt sich über die Positionsgröße auch später noch regeln, wenn der Trader nachhaltig profitable Ergebnisse erzielt.
  • Wichtiger ist, dass man lernt die groben Fehler zu vermeiden und diszipliniert zu handeln. Wenn man stets den Margin-Call erlebt und immer noch die gleichen Fehler begeht, dann sollte der Fokus auf der Beseitigung dieser Fehler liegen und nicht drauf, wie schnell man Millionär werden kann.
  • Sich mit anderen Tradern zu vergleichen, kann auch schnell zu Frustration führen und demotivierend wirken, denn wenn man plötzlich sieht wie weit man noch von diesen Zahlen entfernt ist, wird schnell bewusst, wie viel Arbeit noch vor einem liegt. Man sollte sich daher stets auf sich selbst konzentrieren, denn man tritt schließlich nicht gegen die anderen Trader im Wettkampf an.

 

7. Die Gefahren des Demotrading

Demotrading ist wichtig und es hat sicherlich seinen berechtigten Platz, aber zu viel Demotrading ist auch schädlich. Fehler haben keine Konsequenzen auf einem Demokonto und es ist sehr leicht, sich hier schlechte Verhaltensmuster anzugewöhnen, die dann ins echte Trading übertragen werden.

Viele Trader argumentieren, dass man sein Demokonto genau wie ein Echtgeldkonto behandelt, was natürlich nicht stimmt und auch nicht möglich ist. Echtes Geld verändert alles und wenn plötzlich die Angst und Gier die Entscheidungen kontrollieren, erkennen die meisten Trader schließlich auch, dass Demo- und Echtgeldtrading nichts miteinander zu tun haben.

Deshalb mein Tipp: man sollte nicht zu lange auf seinem Demokonto verweilen und zeitnah einen Wechsel zu Echtgeld vollziehen. Natürlich wird man am Anfang Geld verlieren und deshalb sollte man nur Geld für das Trading investieren, welches man verlieren kann ohne in private und finanzielle Probleme zu geraten.

 

8. 4 Tipps um ein (kleines) Tradingkonto aufzubauen

Abschließend möchte ich den Lesern noch 4 wichtige Tipps mit auf den Weg geben, die helfen werden, richtig an die ganze Sache heranzugehen und sich seine Tradingkerriere professionell aufzubauen:

 

#1 Geduld und Weitsicht

Wenn man sich eine langfristige Tradingkarriere aufbauen will, dann sollten die ersten  Jahre als Ausbildungszeit angesehen werden. Wichtig ist hier besonders, dass man sich selbst als Trader kennenlernt, seine Schwächen realisiert und kontinulierlich an sich selbst arbeitet.

Zwingend muss man die Jagd nach dem Heiligen Gral aufgeben und realisieren, dass die Entwicklung einer profitablen Tradingstrategie Zeit erfordert. Des Weiteren kommt es auch meist nicht unbedingt auf das gewählte Handelssystem an, sondern der Trader selbst ist immer das schwächste Glied. Die Persönlichkeitsentwicklung – losgelöst von den Ergebnissen – sollte daher im Vordergrund stehen.

 

#2 Den Vorteil des Teilzeit-Tradings erkennen

Als Teilzeit-Trader hat man den entscheidenden Vorteil, dass das Trading nicht für den Lebensunterhalt aufkommen muss und man kann somit viel Druck von den eigenen Schultern nehmen. Wie gesagt, man darf sich anfangs nicht auf das Geldmachen fokussieren, sondern darauf sich stetig weiterzuentwickeln.

 

#3 Ehrlichkeit mit sich selbst

Hast Du es verdient, Geld zu machen als Trader?

Für 99% der Trader ist die Antwort ein ganz klares: NEIN! Denn sie gehen nicht mit der nötigen Seriosität an die Sache heran. Wenn man immer noch regelmäßig das Trading-System wechselt, vielleicht sogar gar keine Regeln hat, immer auf der Suche nach dem nächsten vielversprechenden System ist und das Trading keine Struktur besitzt, dann hat man es schlichtweg nicht verdient, Geld zu machen als Trader.

 

#4 Realistische Erwartungen

Viele Trader erkennen gar nicht, wenn sie es geschafft haben und das profitable Vollzeit-Trading wird meist falsch interpretiert.

In Zeiten, in denen man froh sein kannt überhaupt Zinsen auf der Bank zu bekommen, ist eine jährliche (ja, das ist kein Tippfehler!) Rendite von 30% oder 40% das Maß aller Dinge. Mit einem guten Trading-Trackreckord und jährlichen Profiten von 20% – 40% stehen dem Trader alle Türen offen und es wird ein Leichtes sein Kapital und Investoren an Land zu ziehen und somit, potentiell, viel Reichtum anhäufen zu können.

Auf einmal hört sich dies auch viel realistischer an und wenn man erkennt, dass man nur 1% – 3% Rendite pro Monat erwirtschaften muss, dann können viele Trader ganz anders an die Sache herangehen. Eins bis zwei gute Trades pro Woche zu finden ist oft alles, was hier nötig ist.

 

Das Ziel dieses Artikels ist es Tradern zum einen Hilfestellung bei der Herangehensweise ans eigene Trading zu geben, aber auch gleichzeitig zu zeigen, dass das Vollzeit-Trading nichts mit dem Marketing-behaftetem Trading aus social Media und der Werbung zu tun hat.

Im Endeffekt ist das Trading wie jeder andere Job auch und es bedarf viel Zeit und Fleiß um seine Fähigkeiten zu entwickeln.

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