Die 7 besten Indikatoren und Tools für das Trendtrading

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Die 7 besten Indikatoren und Tools für das Trendtrading

Im Trading ist es sehr wichtig, die Marktstruktur, die Gefühlslage und die Balance zwischen Käufern und Verkäufern von den Preischarts lesen zu können. Als Trader müssen wir verstehen, wenn ein Trend an Stärke gewinnt oder verliert, um Einschätzungen darüber geben zu können, ob der nächste Unterstützungs- und Widerstandslevel hält oder bricht, und ob ein Trend weiterläuft oder bereits erste Umkehrsignale zeigt.

Wir haben bereits darüber diskutiert, wie man die Trendrichtung genau bestimmen kann und heute wollen wir uns der Analyse der Trendstärke widmen. Dafür werden wir sieben verschiedene Indikatoren und Preiskonzepte genauer unter die Lupe nehmen.

 

1) Price Action Analyse

Trendwellen: Länge, Steilheit und Gleichmäßigkeit

Dieser erste Punkt, die Trendwellenanalyse, stellt die Basis für alle weiteren Konzepte dar. Der Preis bewegt sich ständig in Wellen und nie in einer geraden Linie und ein Trader, der weiß, wie man Impulsiv- (die Wellen in Trendrichtung) und Korrekturwellen (Preisbewegungen entgegen die Trendrichtung) interpretiert, kann die wichtigsten Informationen direkt von seinen Preischarts ablesen. Hier sind die wichtigsten Punkte der Trendwellenanalyse:

  • Die Länge der Trendwellen zeigt die Stärke an. Wenn zum Beispiel während eines Aufwärtstrends die Preiswellen nach oben viel länger sind, als die Korrekturbewegungen nach unten, zeigt dies in der Regel einen starken Trend an.
  • Je steiler die Trendwellen, desto stärker der Trend. Jedoch neigen zu steile, parabolische Trendwellen zu einer genauso schnellen Trendumkehr, wenn der Trend nicht nachhaltig ist, sondern von zu viel kurzfristiger Euphorie getrieben wird.
  • Auch solltest Du darauf achten, wie gleichmäßig die Trendwellen verlaufen. In einem Abwärtstrend sollten die Trendwellen nach unten ohne große Gegenwehr stattfinden. Siehst Du plötzlich sehr starke Korrekturwellen, dann ist dies ein Warnsignal, dass der Trend eventuell an Stärke verliert.

 

2) Trendlinien

Trendlinien sind eines meiner Lieblingskonzepte, denn sie sind universell einsetzbar. Bei Trendlinien gibt es zwei wichtige Signale. Zuerst schauen wir immer den Winkel und die Steilheit an. Nimmt der Winkel der Trendlinien während eines Aufwärtstrend zu, zeigt dies meist einen Trend, der an Stärke gewinnt. Im Gegensatz solltest Du eher nach Möglichkeiten schauen, Deinen Trade zu beenden, wenn Du siehst, dass der Winkel der Trendlinie abnimmt.

Das finale Signal einer Trendlinie wird gegeben, wenn der Preis diese durchbricht. Dies bietet oft sehr gute Einstiegssignale für Trendumkehrtrader wie mich und Trendlinien spielen eine wichtige Rolle in meiner Handelsstrategie.

 

 

3)  Die Kerzenstruktur

Viele Trader gehen nur sehr oberflächlich an die Kerzenanalyse heran und übersehen dann das Wichtigste. Wenn es um die Kerzenanalyse geht, musst Du lediglich ein paar Dinge beachten und Deine Charts auf die Folgenden Dinge untersuchen:

  • Wenn die Kerzen während eines Aufwärtstrends sich nicht oder nur kaum überlagern, heißt dies, dass der Preis schnell ansteigt. Siehst Du hingegen, dass sich die Kerzen viel überschneiden, bedeutet dies, dass der Preis sich stark hin- und her bewegt.
  • Lange Preiskerzen mit nur kleinen oder garkeinen Kerzenschatten zeigen ebenfalls an, dass der Trend sehr stark ist. Wenn die Kerzen nahe am Hochpunkt schließen, ist dies ein gutes Signal.
  • Wenn die Kerzengroesse während eines Trends abnimmt, dann zeigt dies, dass der Trend an Stärke verliert, denn der Preis schafft es in der gleichen Zeit nicht mehr ganz so viel zu steigen.

 

4) Abstoßung von Trendumkehrversuchen

Korrekturwellen sind üblich während eines Trends, wie wir oben gesehen haben. Die Art und Weise, wie der Preis wieder in die ursprüngliche Trendrichtung umkehrt nach einer Korrekturwelle, kann uns viel über das Kauf- und Verkaufsinteresse sagen.

Wenn während eines Abwärtstrends die Korrekturwellen nach oben sehr schnell und aggressiv wieder nach unten gedrückt werden, heißt dies, dass die Verkäufer schnell in den Markt springen, sobald der Preis ein wenig steigt, um zu einem höheren Preis zu verkaufen. Schaffen es die Käufer, den Preis plötzlich weiter nach oben zu treiben und sinkt der Preis dann nur langsam wieder ab, kann dies heißen, dass der Trend an Stärke verliert.

 

5) Der ADX Indikator

Der ADX Indikator misst Trendstaerke und gibt dabei aber nicht die Trendrichtung an, was bedeutet, dass ein steigender ADX einen an Stärke gewinnenden Trend angibt. Fällt der ADX ab, verliert der Trend an Stärke. Dieses Verhalten des Indikators ist für Aufwärts- und Abwärtstrends gleich.

Die Höhe des ADX ist für uns hier von Interesse, denn je höher der ADX ausschlägt, desto stärker ist die Trendbewegung. Unten sehen wir einen Abwärtstrend, in dem der ADX stets kleiner werdende Hochpunkte angezeigt hat. Ganz links, als der Preis in eine Seitwaerstbewegung übergegangen ist, sieht man, dass der ADX seinen Tiefpunkt erreicht hat.

 

6) Gleitende Durchschnitte

Gleitendende Durschnitte sind eine Allzweckwaffe und ich möchte hier die drei wichtigsten Signale besprechen, die wir benutzen können, um die Trendstaerke zu erkennen:

 

  • Der Abstand zum gleitenden Durchschnitt (GD)

Je weiter der Preis vom GD weg ist, desto stärker ist der Trend. Oft werden hierfür mittelfristige GD mit den Zeitperioden zwischen 20 und 50 verwendet. Flacht der Preis dann ab und nähert er sich dem GD, verliert der Trend an Stärke.

 

  • Der GD Durchbruch

Ähnlich wie bei Trendlinien sind Durchbrüche von GD auch wichtige Signale, die eine Trendumkehr anzeigen können. Hier werden auch gerne die sehr bekannten GD mit 100 oder 200 Perioden verwendet. Diese langfristigen GD werden von vielen Tradern benutzt und ein Bruch ist daher ein von vielen Tradern beobachtetes Signal.

 

  • Der Abstand zwischen zwei GD

Einige Handelssysteme verwenden eine Mehrzahl an GD und unten sehen wir ein Preischart mit einem 100 Perioden und einem 50 Perioden GD. Während starken Trendphasen vergrößert sich der Abstand zwischen den beiden GD und der kürzere GD steigt oder fällt schneller. Verliert der Trend nun an Stärke nähern sich die beiden GD an und kommt es schließlich zur Kreuzung der beiden GD, kann dies oft ein sehr wichtiges Trendumkehrsignal sein.

 

7) Der RSI Indikator

Der RSI ist neben dem ADX ein weiterer wichtiger Trendstaerkeindikator. Im Gegensatz zum ADX zeigt der RSI auch die Trendrichtung an und während eines Aufwärtstrends steigt der RSI. Hingegen fällt er, wenn sich der Preis nach unten entwickelt.

So lange der RSI während eines Aufwärtstrend neue Hochpunkte macht, heißt dies, dass der Trend an Stärke gewinnt. Wie wir in einem anderen Artikel gelernt haben, sind Divergenzen ein wichtiges RSI Signal und wenn man während eines Trends sieht, dass der Preis und der Indikator nicht übereinstimmen, dann ist dies oft ein Signal, dass eine Trendumkehr bevorsteht. Wenn der RSI sich nur seitwärts, zwischen dem 30er und 70er Niveau bewegt, dann ist auch der Preis meist in seiner Seitwaertsphase oder in einem sehr schwachen Trend.

 

Fazit: Die Bestimmung der Trendstaerke ist wichtig für jeden Trader

Egal ob Du Trendfolge-, Trendumkehr-, Ausbruchs- oder Rangetrader bist, es ist für jeden Tradertyp und für jede Handelsstrategie wichtig, die Trendstaerke bestimmen zu können. Ich empfehle Dir, ein bis zwei Konzepte aus der obigen Liste zu wählen und dann in Dein Trading einzubauen und zu sehen, ob und wie es Deine Preisanalyse unterstützt.

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