Richtig mit dem STOCHASTIC Indikator handeln

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Richtig mit dem STOCHASTIC Indikator handeln

Der Stochastic-Indikator liefert Informationen über Momentum und Trendstärke, er zeigt an, wie schnell und wie stark sich der Preis bewegt.

 

Der Entwickler des Stochastic Indikator, Georg Lane, sagt dazu:

Der Stochastic misst das Momentum des Preises. Wenn man sich eine Rakete vorstellt, die nach oben fliegt, dann muss sich diese zunächst verlangsamen, bevor sie nach unten umkehren kann. Das Momentum (die Trendstärke) ändert sich zuerst, erst im Anschluss kann sich auch die Richtung ändern.“

Georg Lane (Übersetzung: Rolf Schlotmann)

 

Original: “Stochastics measures the momentum of price. If you visualize a rocket going up in the air – before it can turn down, it must slow down. Momentum always changes direction before price.”

 

Wie misst der Stochastic Indikator Momentum?

Die Standardeinstellungen des Stochastic-Indikator sind meist entweder auf 14 oder auf 5 Perioden eingestellt. In unseren Beispielen beschränken wir uns auf die 5-Perioden-Einstellung. Die Anwendung auf 14 Perioden ist jedoch identisch.

Der Stochastic-Indikator analysiert den absoluten Hochpunkt und den absoluten Tiefpunkt und vergleicht diese mit dem Schlusspreis der ausgewählten Periode.

 

Beispiel 1: Ein hoher Stochastic Indikator

Ein hoher Stochastic bedeutet, dass der Preis sehr nah am absoluten Hochpunkt der vergangenen Preiskerzen geschlossen hat.

In der folgenden Grafik liegt der Hochpunkt über die letzten fünf Kerzen bei 100 $, der Tiefpunkt bei 60 $ und der Preis hat bei 95 $ geschlossen. Der Stochastic gibt uns hier einen Wert von 88 (88 %) an. Das bedeutet, dass der Preis nur 12 % (100 % minus 88 %) unterhalb des absoluten Hochpunktes dieser Periode geschlossen hat.

Mit diesem Wissen lässt sich der Stochastic viel besser verstehen: Ein hoher Stochastic bedeutet, dass der Preis nah am Hochpunkt geschlossen hat und dass die Käufer derzeit das Geschehen kontrollieren.

Rechnung:

Tiefpreis über fünf Kerzen: 60 $

Hochpunkt über fünf Kerzen: 100 $

Schlusskurs: 95 $

Berechnung: [(95 – 60)/(100 – 60)]*100 = 88 %

 

 

Beispiel 2: Ein tiefer Stochastic Indikator

Andersherum bedeutet ein tiefer Stochastic, dass der Preis nahe dem unteren Ende der Periode der letzten fünf Preiskerzen geschlossen hat. Im Beispiel sehen wir einen Stochastic von 17 %. Der Preis zeigt, dass der Preis nur knapp vom absoluten Tiefpunkt geschlossen hat.

Rechnung:

Tiefpreis über fünf Kerzen: 50 $

Hochpunkt über fünf Kerzen: 80 $

Der Schlusskurs: 55 $

Berechnung: [(55 – 50)/(80 – 50)]*100 = 17 %

 

Überkauft und überverkauft – Overbought vs. Oversold

Auch im Zusammenhang mit dem Stochastic muss noch einmal auf die Tücken bei der Interpretation von überkauft und überverkauft hingewiesen werden.

Trader reden von overbought, wenn der Stochastic einen Wert von über 80 annimmt, und von oversold, wenn der Stochastic unter 20 fällt. Aber es wäre falsch, daraus abzuleiten, dass der Preis nun eine größere Chance zur Umkehr hat, weil der Trend ja irgendwann wieder umkehren muss.

Wie wir gesehen haben, bedeutet ein hoher Stochastic aber nur, dass der Preis stark nach oben drückt. Wir werden im Folgenden sehen, dass ein starker Trend stets von einem Stochastic, der sich im Überkauft-Bereich befindet, begleitet wird. In diesem Sinne heißt überkauft nicht, dass der Trend umkehrt, sondern dass sich der Preis in einem starken Trend befindet. Ein Trader, der versucht, während eines starken Trends zu verkaufen, nur weil der Stochastic im Überkauft-Bereich ist, wird schnell sein Tradingkonto verlieren, denn Trends können für eine sehr lange Zeit im Überkauft-Bereich bleiben.

 

Die Signale des Stochastic

Die folgenden Tipps helfen, den Stochastic schnell und effizient zu interpretieren.

  • Ausbruchstrading: Wenn der Stochastic wie in Abbildung 58 plötzlich stark steigt, während die beiden Stochastic-Bänder sich voneinander entfernen, kann dies oft der Start eines neuen Trends sein. Das Signal bedeutet, dass der Aufwärtstrend an Fahrt gewinnt und der Preis an die Hochpunkte der vergangenen 14 Kerzen drückt. Wenn dies mit einem Ausbruch aus einer Seitwärtsphase einhergeht, umso besser.

  • Trendfolgetrading: Solange der Stochastic weiter in eine Richtung verläuft, hält der Trend an. Es lohnt sich nicht, gegen den Stochastic zu kämpfen. Es ist besser, die Informationen zu benutzen, um mit Selbstvertrauen im Trade zu bleiben.

 

  • Starke Trends: Wenn der Stochastic in oversold und overbought ist, sollte man ebenfalls im Trade bleiben, da von einem sehr starken Trend ausgegangen werden kann. Wie wir gesehen haben, deutet bei einem Stochastic im Überkauft-Bereich nichts darauf hin, dass der Trend kippen kann – ganz im Gegenteil.

  • Divergenzen: Wie bei jedem Momentum-Indikator sind auch die Divergenzen des Stochastic wichtige Signale, um mögliche Trendumkehrszenarien zu erkennen. Wenn der Preis und der Stochastic entgegengesetzte Signale anzeigen, stellt dies eine Divergenz dar. Abbildung 60 bietet folgendes Szenario: Obwohl der Preis einen tieferen Tiefpunkt gemacht hat, zeigt der Stochastic bereits an, dass die Trendstärke abnimmt. Somit werden Trader gewarnt, neue Verkaufstrades einzugehen bzw. ihre bestehenden Verkaufstrades im Auge zu behalten und auf Signale zu warten, diese rechtzeitig zu schließen.

Trendumkehrtrader warten darauf, dass der Preis einen neuen Hochpunkt bildet und ihnen so ein Einstiegssignal liefert.

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