Selbstsabotage: Wie Du Dich und Deine Tradingkarriere zerstörst

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Selbstsabotage: Wie Du Dich und Deine Tradingkarriere zerstörst

Heute werden Wir ein bisschen über eins meiner Lieblingsthemen sprechen: Werte, Selbstwahrnehmung und Selbstsabotage. Das ist natürlich ein sehr heikles Thema, weil sich warscheinlich einige von Euch persönlich angegriffen fühlen werden, wenn ich Eure Werte attackiere – und das werde ich. Denn immerhin machen unsere Werte unsere Identität aus und wie wir uns selbst wahrnehmen. Aber ich hoffe, dass Du trotzdem mit einer offenen Einstellung an die Sache herangehen kannst, denn nur dann wird Dir dieser Artikel etwas nützen. Falls nicht, hör jetzt einfach auf zu lesen. Ciao!

Schön, Du bist ja noch da. Also, los geht’s. Die meisten Leute sind sich nicht bewusst, was ihre Werte überhaupt sind. Für diese Individuen ist das Leben ein einziger konfuser Höllentrip. Wahrscheinlich pendeln ihre Gedanken die ganze Zeit zwischen “ich will unbedingt reich und berühmt werden, weil im TV ist jeder reich und berühmt” und “scheisse, ich werde niemals reich und berühmt!” und so sind diese Menschen jeden Tag mit Schmerz erfüllt. Das nennt man kognitive Dissonanz, sozusagen eine klaffende Schlucht zwischen dem, was Du bist, und dem, was Du sein willst, und dem Nichtwissen, wie Du diese Lücke schließen sollst. Die meisten wissen nicht einmal, woher diese Schmerzen und Unrast kommen, die sie jeden tag fühlen, sie sind einfach nur unglücklich mit allem – jeden Tag – und neidisch auf alles und jeden. Die meisten gehen so durch’s Leben, da sie ihre Werte nicht sorgfältig ausgesucht und kultiviert haben, nein, sie wurden ihnen aufgedrückt – durch Eltern, Freunde, Medien, Werbung, Bildungseinrichtungen (meine Lieblingsinstitutionen, ich nenne sie auch gerne “Zombiefabriken”) und so weiter.

Das mentale Wohlergehen dieser Leute wird immer ein Spielball externer Faktoren bleiben, zum Beispiel dem Faktor “wieviele Leute mögen mich?”. Und genau deswegen ist das Leben dieser Menschen ein Albtraum, glaub es mir oder nicht.

Naja, nehmen wir mal an, dass Du selbstreflektiert genug bist und in Deinem Leben genug Bücher gelesen hast, um Dir Deine eigene Meinungen und Werte rauszusuchen, dann ist ja alles gut, oder? Nein. Du bist wahrscheinlich immer noch sehr verwirrt durch alles, was in Deinem Leben so abgeht. In meinen jungen Jahren habe ich früh realisiert, dass im Mainstream eine brutale Oberflächlichkeit herrscht. Alle hören die gleiche Musik, alle tragen die gleiche Mode, alle sind aalglatte, langweilige, nicht sehr individuelle “Individuen”, die sich Tag ein Tag aus von Müll berieseln lassen und diesen auch noch sehr gerne fressen. Ich habe schnell einen Ausweg aus diesem Dilemma gesucht und bin immer tiefer in Subkulturen eingetaucht, wodurch ich letztendlich über Metal, Philosophie, Kampfkunst und Webdesign beim Cadillac aller Kartenspiele angelangt bin: No (Fucking) Limit Hold’Em. Und 10 Jahre später, also heute, bin ich immer noch ein Spieler. Ich hatte nach einem unabhängigen Lifestyle gesucht – unabhängig von Menschen, unabhängig vom Ort, und habe dies letztendlich im Wetten von Geld auf Wahrscheinlichkeiten gefunden. Ich wollte einfach keine Ärsche küssen, um mir meinen Lebensunterhalt zu verdienen. Und ich kann mit Stolz sagen, dass ich in meinem Leben immer nur mein eigenes Ding durchgezogen habe, erbarmungslos, gewissenlos, ohne Rücksicht auf Verluste. Meine Devise war immer: entweder pack ich’s auf meine Art, oder ich geh’ dabei drauf. Ist ja alles nochmal gut gegangen! Aber es war verdammt noch mal nicht einfach, denn ich hatte eine Menge Werte in mir, die alle im Konflikt standen, als ich meine Pokerkarriere begann und hab mich deswegen ganz schön selbst sabotiert. So ist das Leben halt.

Ein Spieler sein bedeutet eine Menge Dinge, aber es bedeutet ganz bestimmt nicht, dass man faul sein kann. Poker ist die härtest Art, einfaches Geld zu machen. Trading ebenso. Es gibt all diese Stories von Stu Ungar, Bobby Fischer, Chip Reese, und so weiter. Die haben alle 10$ in 10.000.000$ verwandelt und haben dabei niemals hart gearbeitet. Und wenn sie mal wieder pleite waren, dann haben sie sich einfach Geld von irgend einem anderen Vegas-Ass geliehen, um ihre Konten wieder aufzublasen, um dann alles für Bordsteinschwalben, Kokain und so weiter rauszufeuern, während sie sich die Kohle an ihren Nip..lassen wir das.

Wisst Ihr, diese Stories sind wahrscheinlich zu großen Teilen sogar wahr. Es gibt ja Zeugen. Diese Menschen hatten einfach das natürliche Geschenk Gottes, oder so. Aber sie hatten auch den Tunnelblick, wie ihn jeder große Athlet auch hat. Absolute KEINE im Konflikt stehenden Werte. Zero, nada, niente. Die haben einfach nur an’s Spielen gedacht, nichts anderes. Es gab für diese Leute nur diese eine Sache auf der Welt, ohne wenn und aber. Die andere Sache, die ich kurz abhaken möchte, ist folgende: Natürlich lesen wir gern die Geschichten von den Wunderkindern dieser Zeit, denn die sind allemal interessanter, als die Geschichte eines kleinen Mannes, der jeden Tag 18 Stunden gearbeitet hat und nach zigtausend Jahren endlich mal Millionär wurde, wenn überhaupt. Wir wollen die Geschichten der Borderliner, der Leute, die innerhalb weniger Sekunden alles gewonnen und verloren und dann wieder gewonnen haben. Und dann denken wir, wir können auch so sein. Oder wir MÜSSEN so sein. Genauso verhält es sich mit den sozialen Medien. Da lädt jemand jeden Tag ein Bild hoch von der einzigen spannenden Sache, die er an dem Tag macht, und wir denken dann, sein ganzes Leben ist saugeil, dabei ist es genauso scheisse und normal wie unser eigenes. Think, think…

All das kreiert ein verzerrtes Bild der Realität und wenn wir unser eigenes Leben mit diesen Lebensausschnitten anderer auf den sozialen Medien vergleichen, sind wir auf ewig dazu verdammt, unglücklich zu sein. Wir brauchen unbedingt eine realistische Messlatte für unseren Erfolg, wir müssen die Perspektive wechseln. Für mich bedeutet Erfolg inzwischen, morgens aufzustehen und anzufangen, zu arbeiten. Wenn ich nachts ins Bett gehe, abgearbeitet und müde, dann bin ich glücklich. Und Glück ist Erfolg. “Wenn ein Mann morgens aufsteht, und abends ins Bett geht, und zwischendrin das tut, was er will, dann hat er ein erfolgreiches Leben”, sagte Bob Dylan mal. Wahre Worte. Zur Zeit geht es mir besser, als jemals zuvor, aber das war nicht immer der Fall. Denn erst mal muss man ja wissen, was man will.

Als ich meine 50$ Startkapital im Pokern auf 10.000$ vermehrt hatte, war ich weder glücklich, noch stolz. Ich fühlte mich wie ein Versager, da ich dafür ein Jahr gebraucht hatte, während andere dasselbe in wenigen Wochen oder Monaten durchzogen. Was stimmte nicht mit mir? Und dann habe ich diese 10.000$ in 50.000$ verwandelt und hatte immernoch dieselben miesen Gefühle. Was lernen wir daraus? Uns selbst mit anderen vergleichen bringt absolut nichts außer Unglück. Und die zweite Lektion, die wir hieraus gewinnen können, ist, dass finanzielle Ziele ziemlich nutzlos sind. Jedesmal, wenn ich ein finanzielles Ziel erreicht hatte, fühlte ich mich danach leer und verbraucht. Wir müssen Ziele als Prozesse definieren. Das Ziel mit der obersten Priorität in meinem Leben ist, hart zu arbeiten und einfach niemals auzuhören. Das Ziel erreiche ich jeden Tag und ich fühle mich verdammt gut – jeden Tag! Was kann mir schon passieren? Nichts, denn arbeiten kann ich immer.

Deine Werte bestimmen Dein ganzes Leben, sie können Sich nach den Sternen greifen lassen oder Dich direkt auf den Grund des Ozeans schicken, inklusive einem feinsten Paar an Betonschuhen. Ein Priester, der den wahren Werten der katholischen Kirche folgt, wird niemals reich sein (seht ihr, alles Heuchler). Ein Verbrecher, der dem Klischee des Straßengangsters folgt, wird niemals ein Buch in seinem Leben lesen. Ein Spieler wie ich wird niemals einen normalen Job im Leben haben. Denn das geht gegen unsere Natur. Die Werte, die wir für uns selbst wählen, steuern unser komplettes Denken und Handeln. So, wie wir uns selbst sehen, so werden wir auch enden. Als Extrembeispiel betrachten wir eine indische Person, die in eine niedere Kaste geboren wurde. Diese Person wird glauben, da Eltern und Gesellschaft es ihr so erklärt, dass sie aufgrund schlechter Taten in einem vorherigen Leben in diese niedere Kaste geboren wurde und deshalb jetzt Dreck in den Slums fressen muss. Schade, dann halt im nächsten Leben, oder so. In diesem Fall sieht die Person sich selbst als ein Individuum niederen Ranges, das es nicht verdient hat, in eine höhere Kaste aufzusteigen (ist ja auch verboten). Also, 80 Jahre Steine klopfen. Das war’s. Das ist natürlich ein Extrembeispiel aber zeigt, wie wichtig Selbstwahrnehmung und Werte sind. Auch wir werden in bestimmte Wertegefüge und Gesellschaften hineingeboren und müssen diese zuerst durchschauen, um sie dann einzureissen und unser eigenes Haus aus Werten aufzubauen. Die meisten Menschen haben hierfür weder die Intelligenz, noch den Mut, noch sehen sie eine Notwendigkeit. Zombies eben. Geburt, Schule, (Studium), Job, Famile, Rente, Tod. Zwischenrein ein 2-Wochen Urlaub nach Bulgarien. Juhu! Hast Du gelebt? Wen interessiert’s, Du bist austauschbar.

Ich hatte jedenfalls eine Menge dieser konfliktierenden Werte bevor ich meine komplette Identität überdachte und neu aufbaute. Ich kam aus der Mittelschicht, also war Geld wichtig. Zu viel Geld zu haben war andererseits wiederum verpönt. Hart zu arbeiten war definitive ein wichtiger Wert in meiner Familie – ein Spieler sein aber nicht wirklich. Sportlich sein? War auch nicht so wichtig. Alles war ja gut bis ich intelligent genug war, das Bildungssystem zu verstehen und zu hinterfragen. Als ich erkannt hatte, was die Zombiefabrik mit einem macht, habe ich mich komplett quergestellt. Sehr zum Entsetzen meiner Eltern natürlich, die wie alle Eltern wollten, dass ich gute Noten schreibe. Als wär dieser dämliche Wisch, den man zum Abschluss bekommt, alles im Leben. Dann fing ich mit den Kampfkünsten an, aber weil ich von meiner Familie den Wert mitbekommen hatte, dass Sport nur für Idioten ist, die keine Bücher lesen, konnte ich mich nur schwerlich über meine Limits pushen. Wettbewerb und Konkurrenz war auch etwas, das meine Eltern komplett unter den Tisch kehrten. Liebe ist für alle da! Aber den größten inneren Konflikt, den ich aufzulösen hatte, kam dann schließlich, als ich anfing, zu pokern. Ich wollte es unbedingt schaffen, der beste Spieler der Welt zu werden, um jeden Preis. Nur leider war es in meinem Werteuniversum nicht cool, hart zu arbeiten (Metallllll!) und es war auch überhaupt nicht cool, stinkreich zu sein, oder überhaupt ein Spieler zu sein. Große Risiken auf sich nehmen, das war nicht der Stil eines hart arbeitenden Mittelschichtlers. Folge der Blaupause für Dein Leben, wie alle, das war die Devise. Du weißt schon, worauf ich damit hinaus will. Als aufwachsender junger Mann hatte ich eine Menge Werte aufgesaugt und diese machten mein Leben jetzt zur Hölle, da sie mit meinen Zielen, also das, was ich im Leben erreichen wollte, nicht vereinbar waren.

Stellt euch einen jungen Mann vor, der zwei im Konflikt stehende Werte hat: Sicherheit auf der einen Seite und maximale Action auf der anderen Seite. Nun gibt es da 2 Mädels, die er gern hat. Eine ist wild, ein Freak, die andere ist mehr wie seine Mutter. Sie können ihm beide geben, was er braucht, aber eben nur einen Teil davon, also kann er sich nicht entscheiden und verliert dann beide. Dies ist ein sehr simples Beispiel dafür, was Dir im Leben ständig widerfahren wird, wenn Du Deine Werte nicht sorgfältig aussuchst und lebst. Du wirst Dich ständig selbst sabotieren und nie Deine Ziele erreichen. Am Ende wirst Du garnichts haben außer Kummer.

Das ist natürlich ganz besonders wahr fürs Trading, wo konfliktierende Werte Dich so schnell vernichten werden, dass Du garnicht wissen wirst, was geschehen ist. Wenn “reich sein” ein Problem für Dein Werteset ist, aber Dein Lebensziel ist es, reich zu werden, weißt Du, was dann passieren wird? Jep, Du wirst als armer, gebrochener Mann enden. Oder Frau. Genderism juhu. Jetzt schauen wir uns mal die “besessenen” Typen an, so jemand wie Conor McGregor in den Kampfkünsten oder Bobby Fischer im Schach. Weißt Du, warum uns diese Leute “besessen” erscheinen? Weil sie einfach NULL konfliktierende Werte in sich haben. Es gibt absolut NICHTS, das sie stoppt. NOTHING. Ihre ganze Existenz ist ohne Widerrede auf ein einziges Ziel ausgerichtet, und das ist totale Dominanz in ihrem Sektor. Sie leben ihre Kunst. Ihre Werte, ihre Ziele, ihre Körper, ihre Seelen, ihre Geister, alles geht in dieselbe Richtung. Sie scheinen verrückt und besessen für uns “normale” Leute, während sie eigentlich die normalen sind. Sie haben Nirvana erreicht, die Erleuchtung. Es bestehen für diese Leute keine Selbstzweifel mehr. Der Wahnsinn. Da müssen wir hin, vor allem als Trader.

Ich hatte immer eine Menge Interessen und daraus resultierend natürlich auch eine Menge Werte, Konflikte, und so weiter. Was würden meine Eltern über mich denken, wenn ich ein professioneller Spieler werden würde? Was würden meine Peers über mich denken? Würden meine Freunde sich von mir abwenden, wenn ich reich und erfolgreich sein würde? Konnte ich zeitgleich ein fauler Metalhead und ein reicher Trader sein? Und was ist eigentlich mit den Kaputten Konzernsklaven in ihren Bossanzügen, die sie am Wochenende für Rabatt im Outlet gekauft haben und sich jetzt total geil fühlen? Werde ich wie die sein, wenn ich anfange, hart zu arbeiten? Und so weiter…

Ein paar dieser Konflikte waren mir bewusst, aber viele auch nicht. Um sie wahrlich loszuwerden, musste ich meine Persönlichkeit komplett herunterbrechen und auflösen. Das schmerzt. Das schmerzt so sehr, wie Säure über einen Körperteil leeren und dabei zuzuschauen, wie dieser sich auflöst. Alles, an das Du bisher glaubtest, für das Du bisher standest, schickst Du direkt in die Hölle, wenn Du neue Werte akzeptierst. Das ist verdammt schwer, und du wirst dich dafür selbst hassen, zumindest für einige Zeit. Aber dann wird alles besser, und noch besser. Die Zeit heilt alle Wunden, wie nachdem eine langjährige Beziehung zu Bruch gegangen ist, erst mal tut es weh. Aber dann kommt der Frühling und das Leben sieht besser aus, als je zuvor. Und Du wirst stärker aus der Sache hervorgehen – mit maximalem Fokus auf das, was für Dich wirklich zählt im Leben. Und der Rest wird ausgeblendet. So soll es sein, so muss es sein. Besessenheit ist “in the zone” sein. Das pure Glück, ja, wie ich schon sagte, Nirvana.

Werte und die daraus folgende Selbstwahrnehmung müssen Hand in Hand mit deinen Zielen im Leben gehen. Dann wird Dich nichts stoppen. Wenn Du Dich jahrzehntelang nur einer einzigen Sache verschreibst mit absoluter Hingabe, dann wirst Du nicht nur Dich selbst und ein Leben ändern, aber auch das Leben vieler anderer und damit sogar ein bisschen die Welt. Nie wieder Selbstsabotage! Nie wieder Dein Tradingkonto nach einer Reihe an Gewinnern zerstören, weil Dein Unterbewusstsein Dir sagt, dass Geld eigentlich schlecht ist. Keine Angst vor Erfolg mehr, weil erfolgreich sein nicht mehr die Werte angreift, für die Du eigentlich stehst. Alles andere wird dann folgen. Geld, Reichtum, was auch immer Du willst, all das sind nur Nebenprodukte Deiner neu gefundenen Besessenheit.

Und bitte mach mir nicht weis, dass Du keine im Konflikt stehenden Werte hast. Jeder hat das. Wenn Du denkst, Du hast keine, dann sitzt Du tief in der Scheisse, denn dann bist Du so blind und unreflektiert, dass Du eine Menge Arbeit vor Dir haben wirst.

Was meine Werte jetzt im Moment sind, fragst du vielleicht? Na gut…

  • Sei ein hart arbeitender Mann. So simple ist das. Zuvor hatte ich finanzielle Ziele, jetzt habe ich prozess-orientierte Ziele, die auf guten Werten aufgebaut sind. Hart-arbeitend ist ein guter Wert.
  • Sei ein kritischer Denker. Hinterfrage alles und jeden, bild Dir Deine eigene Meinung.
  • Sei ehrlich.
  • Sei aktiv. Und nochmal, mein Ziel hier ist nicht “diesen Sommer will ich ein Sixpack haben”. Meine Messlatte für Erfolg ist einfach “sei aktiv”. Beweg Dich, geh ins Fitnessstudio, tu was Du tun musst. Die Resultate werden folgen. Ein Ziel erreichen wird Dich nur mit Leere erfüllen und dann wirst Du aufhören, zu tun, was Du zuvor so gut bewerkstelligt hast. Wenn ein Ziel als Prozess formuliert ist, kann es Dein ganzes Leben lang aktiv sein.

Und so weiter, Du verstehst schon. Habe ich immer noch konfliktierende Werte in mir? Nein, nicht wirklich. Ich weiß ganz genau, was ich tue, und warum ich es tue. Ich sorge mich nicht mehr darum, dass ich ein paar Opfer bringen muss, um ein großer Trader zu werden. Ich gebe auch einen Scheiss darauf, was andere leute sagen, denken, oder tun. Das hat absolut nichts mit meinem Leben zu tun. Ich mach’ mein Ding. Wenn ich der beste Spieler der Welt werde, dann ist das halt so, aber es steht nicht mehr auf der Liste meiner Ziele. Den besten Job abliefern, den ich abliefern kann, das steht ganz oben auf meiner Liste. Das ist mein Lebenssinn.

Ich weiß, ich hab’ Dir gerade eine Menge bittere Medizin eingeflößt, aber glaub mir, wenn Du Dir wirklich zu Herzen nimmst, was in diesem Artikel steht, dann wird auch dein Leben schmerzfrei und erfolgreich. Du wirst deine inneren Konflikte auflösen müssen, bevor Du ein erfolgreicher Trader sein kannst, aber diese Konflikte sind für jeden absolut unterschiedlich, damit kann ich Dir nicht helfen. Höre tief in Dich hinein und das wird schon. Sei einfach nur ehrlich mit Dir selbst, das ist das wichtigste.

P.S.: Bitte lies ab und zu auch ein schlaues Buch, fütter Dein Hirn mite in paar Gedanken, die Dir fremd sind. Finde jemand, der gescheiter ist, als Du, und dann quetsch ihn aus, bis Du so schlau bist, wie er. Und lies, lies, lies, lies, lies. Vor allem lies Dinge, die Du nicht verstehst. Die meisten Leute lesen Bücher, die sie schon verstehen. Das ist doch reine Zeitverschwendung! So ein quatsch. Wenn Du etwas liest, das Du nicht verstehst, vielleicht ein Buch über Metaphysik, dann wird Dein Hirn wachsen und gedeihen, wie ein Muskel, dem man mehr Gewicht auflegt. Und dann wird Dir Dein Hirn auch mit all den anderen Dingen im Leben helfen. Das nur als Anmerkung.

 

 

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