6 Tipps und Tricks für das professionelle Price Action Trading

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6 Tipps und Tricks für das professionelle Price Action Trading

Price Action ist eines der bekanntesten und beliebtesten Tradingkonzepte und ein Trader, der den Preis effizient und korrekt ‘lesen’ und interpretieren kann, kann sein komplettes Trading besser gestalten.

Es gobt unzählige Artikel und Videos über dieses Thema und genausoviele Unwahrheiten und Missverständnisse schwirren durch das Netz. Um Tradern davor zu bewahren in die gleichen Fallen zu laufen, haben wir die sechs wichtigsten Tipps rund ums Price Action Trading zusammengefasst.

 

#1 Unterstützungs- und Widerstandszonen sind besser als einfache Linien

Unterstützung und Widerstand (U&W) ist wahrscheinlich das meistbenutzte Price Action Konzept aber nur wenige Trader können dieses effektiv anwenden, um auch Gewinne zu erzielen.

Die Mehrheit der Trader zeichnet simple Linien auf ihren Charts, welche meist nur gut im Nachhinein aussehen aber wenig Hilfe beim eigentlichen Trading bieten. Der Grund ist simpel:  Der Preis ist ein sehr dynamisches Konzept und einfache Linien bieten nicht ausreichend Erklärungswert.

Um dem Abhilfe zu schaffen und um die Preisanalyse erheblich zu verbessern, sollte man auf Unterstützungs- und Widerstandszonen umsteigen. Zonen, oder breitere Korridore, umfassen mehr Preisinformation und ein Trader kann so besser die Störgeräusche aus seinem Chart herausfiltern.

Anhand des Chartbeispiels kann man den Unterschied gut erkennen. Links sieht man ein gewöhnliches Chart mit gewöhnlichen U&W Linien. Es ist klar erkennbar, dass der Preis diese Linien oft verfehlt oder über diese hinausschießt, was natürlich zu großen Problemen und Irritationen führen wird. Das rechte Chart zeigt das gleiche Szenario mit eingezeichneten U&W-Zonen. Innerhalb der Zonen sieht man sofort, dass Preisbewegungen sehr impulsiv sind und deshalb auch schwer handelbar. Wenn der Preis jedoch die Zonen verlässt entstehen oft klare Trendbewegungen. Als Filterwerkzeug sind diese Zonen deshalb ein wertvolles Konzept. Als Tipp kann man hier sagen, dass man mit dem Eingehen von Trades stets warten sollte bis sich der Preis wieder von solch einer Zone entfernt.

 

 

#2 Trendwellen als Grundgerüst der Preisanalyse

Obwohl dies ein, auf den ersten Blick, sehr simples Konzept zu sein scheint, ist eine korrekte Analyse Trendwellen eines der effektivsten Tradingkonzepte.

Die Ausprügung von Trendwellen auf Preischarts kann viel über die Trendstärke und die Marktrichtung verraten. Diese Informationen kann man dann auch benutzen um Vorhersagen über den zukünftigen Kursverlauf zu treffen.

Um die Analyse von Trendwellen zu erleichtern, haben wir hier die wichtigsten Punkte zusammengefasst:

  • Lange Trendwellen zeigen starke Trends an. Schwächen die Trendwellen ab, verlangsamt sich auch der vorherrschende Trend.
  • Sind die Korrekturbewegungen sehr stark oder eher schwach? Je tiefer die Korrekturwellen, desto wahrscheinlicher ist eine Trendumkehr.
  • Schafft es der Preis, gerade so ein neues Hoch zu machen oder durchbricht Preis das letzte Hoch einfach?
  • Werden die Preiskerzen länger und haben zeitgleich auch längere Schatten? Ein Anstieg an Volatilität ist oft ein Zeichen, dass ein Trend zum Ende kommt
  • Wenn ein Aufwärtstrend es nicht schafft, einen neuen Hochpunkt zu machen und dann auch das letzte Tief durchbricht ist es Zeit sich in die andere Richtung zu orientieren

Dies erscheint alles relativ simpel und sobald ein Trader auf diese kleinen Feinheiten achtet, wird sich die eigene Preisanalyse deutlich verbessern können.

Der Winkel und die Steigung von Trendwellen ist ein wichtiger Anhaltspunkt.

Die Länge der Trendwellen beschreibt die Trendstärke wirkungsvoll.

 

#3 Die Lage ist alles

Um die Qualität des Tradings sofort zu verbessern ist das Konzept der „Lage“ sehr hilfreich.

Die meisten Trader schauen sehr isoliert allein auf das Setup aber vergessen dabei das Große Ganze zu analysieren. Oft macht ein potentielles Trade-Setup keinen Sinn, wenn es inmitten einer Unterstützung- und Widerstandszone passiert und ein Trader sollte auch zwei Mal überlegen ob er einen Kauftrade wirklich direkt unterhalb einer Widerstandslinie eingehen will. Auf der anderen Seite kann auch ein mittelmäßiges Setup an einem strategisch wichtigen Punkt durchaus handelbar sein.

Rechts ist der höhere Tages-Timeframe zu sehen. Mit den Punkten 1 bis 4 habe ich einen wichtigen Widerstandsbereich markiert. Bei Punkt 4 bildet sich auf dem tieferem linken Timeframe eine Kopf-und-Schulter Formation. Entsteht solch ein Muster direkt an einem solchen Preisniveau kann dies die Gewinnchancen deutlich erhöhen.

 

#4 Vermeide das Schablonendenken

Stures Auswendiglernen und Schablonendenken sind nicht nur wenig sinnvoll, sondern verhindern auch, dass Trader den gesamten Kontext verstehen. Ein solches Trading bleibt auf einige wenige Situationen beschränkt. Zudem sind Auswendiglerner vollkommen verloren, wenn sie plötzlich erkennen müssen, dass die Finanzmärkte nicht immer ihren Lehrbuchformationen folgen und ihnen das Wissen fehlt, mit diesen Situationen umzugehen.

Die Grafik unten verdeutlicht, was viele Trader wahrscheinlich aus ihrem eignen Trading bereits kennen. Obwohl eine Preisformation sehr offensichtlich aussieht und man diese bereits aus seinen Lehrbüchern kennt, verhält es sich in der Realität nicht so eindeutig.

 

Es ist daher äußerst wichtig, dass sich ein Trader von den Lehrbuch-Erklärungen löst und den Preis als ein sehr dynamisches Konzept kennenlernt. Er ist dann besser in der Lage mit allen möglichen Preisbewegungen zurechtzukommen.

 

#5 Die 4 Konzepte einer Preiskerze

Es wurde bereits viel über die Preiskerzen-Analyse geschrieben und in der Literatur findet man wohl dutzende von verschiedenen Namen und Formationen für die unterschiedlichsten Preiskerzen-Konstellationen. Ich bin der Meinung, dass das Auswendiglernen dieser Informationen nicht nur wenig hilfreich, sondern sogar schädlich für die Entwicklung eines Trader ist.

Das Schablonendenken muss verhindert werden und ein Trader sollte lernen die Ideen und Konzepte, die hinter den Preiskerzen stehen zu verstehen. Man kann jede Preiskerzen-Formation in vier Elemente zerlegen und sobald ein Trader diese Elemente verinnerlicht, kann er jedes Kerzenmuster verstehen und ist nicht mehr auf das Auswendiglernen angewiesen.

 

  • Die Länge der Kerzenschatten

Die Länge der Schatten beschreibt die Volatilität. Je länger die Kerzenschatten, desto mehr Volatilität und Unsicherheit besteht. Während Trendphasen haben die Kerzen meist keine oder nur sehr kurze Schatten. Nimmt die Länge der Schatten zu, so kann dies auf das Ende eines Trends hindeuten.

 

  • Welche Schatten dominieren?

Sind die Schatten nach oben oder nach unten mehr ausgeprägt?

Wenn man während eines Aufwärtstrends plötzlich längerwerdende Schatten am unteren Ende der Preiskerzen sieht, kann dies ein Warnsignal sein, dass der Trend an Stärke verliert. Dies zeigt, dass die Verkäufer mehr Interesse zeigen und vermehrt in den Markt drücken.

 

  • Die Position des Kerzenkörpers

Schließt die Kerze eher am oberen oder am unteren Ende?

Wenn die Kerze am oberen Ende schließt und nur einen kurzen, oder garkeinen, Schatten nach oben hat, ist dies generell ein Zeichen von Stärke.

 

  • Der Körper

Hat die Kerze einen kleinen oder einen langen Körper? Werden die Kerzenkörper aktuell kürzer oder länger?

Wenn während eines Trends die Körper der Kerzen plötzlich kürzer werden, kann dies auch ein Warnsignal sein, dass die Trendstärke abnimmt denn der Preis schafft es in der gleichen Zeit nicht mehr genauso weit zu steigen bzw. zu fallen.

 

 

#6 Der Retail-Falle und Stop-hunting

Konventionelle Price Action Formationen und Signale sind sehr offensichtlich, denn die meisten Trader folgen den gleichen Anweisungen und Handelsmustern.

Was viele Trader dann erleben ist, dass die eigenen Stop-Orders nur um ein paar Punkte ausgelöst werden und man dann dem Trade zuschauen muss wie er in das Profitziel ohne einen selbst läuft. Dies ist sehr frustrierend und viele Trader folgern dann, dass der eigenen Broker die Stops ausspäht und dann die Preise manipuliert, sodass die Stops geradeso ausgelöst werden.

Was jedoch wirklich passiert ist, dass viele Trader dem gleichen Signal folgen und auch die Stop-Orders an die gleichen Preislevels setzen, denn sie befolgen alle die gleichen Ratschläge. Für die professionellen Trader ist es dann ein Leichtes zu erahnen wo der normale Trader seine Orders platziert und dann den Preis so zu steuern, dass die Stops ausgelöst werden. Man spricht im englischen dann vom „Bull-Squeeze“ oder der „Bull-Trap“.

Wenn man ein Signal sieht, welches sehr offensichtlich ist sollte man kurz innehalten und darüber nachdenken wie man ein solches Signal normalerweise handeln würde. Sich in die Lage anderer Trader hineinzuversetzen kann helfen die gleichen Fehler zu vermeiden.

Die aktuelle Kerze ist noch dabei sich zu bilden und die meisten Trader werden hier auf den Verkaufstrade aufspringen.

 

Die meisten dieser Tipps sollte man wohl nicht als Price Action Geheimnisse ansehen, aber die wenigsten Trader befolgen diese Prinzipien und handeln stur nach den Lehrbuch-Ratschlägen. Wenn jedoch 99% der Trader die gleichen Bücher liest und den gleichen Ratschlägen folgt und dann schlussendlich auch die gleichen enttäuschenden Ergbenisse erzielt, dann sollte man das Vorgehen Überdenken und das Preisgeschehen aus einem anderen Blickwinkel betrachten.

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